Handeln!!!

NEUN SCHRITTE INS HANDELN

Das Nachrichtenportal Perspective Daily entwarf vor ein paar Wochen neun Gebote für das 21. Jahrhundert. Neun Gebote, weil neun weniger dogmatisch klingen als zehn. Inspiriert davon, habe ich mich entschlossen ebenfalls neun dieser Gebote zu entwerfen. Sie wollen ein Gedankenanstoß sein, keine strikte Anleitung. Sie wollen verändert und ergänzt werden. Am Ende wurden meine Gebote auch eher zu einem Schritteplan, weil der Weg vom Theoretischen ins Praktische auch für mich oft nicht einfach ist. Vielleicht hast du ja Lust selbst aufzuschreiben, was für dich wichtig ist, für das Leben im 21. Jahrhundert. Das hier sind meine Gedanken dazu:

  1. Benutze deinen Kopf. Übe dich im kritischen Denken. Unser Handeln basiert häufig nicht auf Logik oder darauf, was am Besten für die kommenden Generationen ist, sondern darauf, was kurzfristig am rentabelsten ist.
  2. Informiere dich. Fordere dich selbst immer wieder heraus, deine Meinung zu überdenken. Lese Bücher über das Thema Klimawandel, oder darüber, wie man zukünftig eine lebenswerte Gesellschaft schaffen kann. Auch das Internet ist heute eine gute Informationsquelle.
  3. Finde heraus, was deine Fähigkeiten sind. Wo liegen deine Talente? Wie kannst du dich einbringen? In einer postfossilen Zeit wird es enorm wichtig sein, praktische Fähigkeiten zu entwickeln und zu wissen, wie man diese teilen kann.
  4. Vernetze dich. Tausche dich mit Menschen aus, die ebenfalls Handlungsbedarf sehen. Und: in schwierigen Zeiten ist es wichtig, die eigenen NachbarInnen zu kennen.
  5. Hilf mit das Thema: wie wird unser zukünftiges Leben aussehen, in die öffentliche Diskussion zu bringen. Das tust du, in dem du darüber sprichst, Fragen stellst.
  6. Verurteile niemanden, in dessen Schuhen du nicht gelaufen bist. Uns allen schießen Gedanken durch den Kopf wie: Warum fliegt sie schon wieder in den Urlaub, wenn sie doch weiß, dass das schlecht für die Umwelt ist? Oder: Fährt er jetzt wirklich die 5 Minuten Fußweg mit dem Auto zur Arbeit? Fang bei dir selbst an. Gespräche anregen ist hilfreich, Verurteilen führt zu nichts.
  7. Schließe dich nach deinen Möglichkeiten einer internationalen Organisation an. Aktionen wie: Ende Gelände, oder Projekte wie die Transition Town Bewegung bringen diese Themen in die Öffentlichkeit, vernetzen und zeigen uns: wir sind nicht allein.
  8. Löse dich von dem Glaubenssatz, der Umbau zu einer postfossilen und widerstandsfähigen Gesellschaft hat nur etwas mit Konsumreduzierung und Einschränkungen zu tun. Diese Dinge gehören auch dazu, aber ein solcher Umbau könnte auch eine Chance sein, unsere Städte und Dörfer lebenswerter zu gestalten. Ganz nach dem Motto: sieh die Krise als Chance.
  9. Beginne Jetzt. Wir finden immer viele Gründe, warum die Zukunft ein besserer Zeitpunkt ist, um etwas zu verändern.

ein Kommentar

  1. Ich finde mich total wieder in dem was du in den neun Geboten/Punkten sagst. Es ist der Weg der eigenen Verantwortung, quasi wie:“ wir sind selbst diejenigen auf die wir immer gewartet haben „. Und es macht auch Mut zu handeln, eine Weltenfreundliche Lösung macht nicht jemand für uns, sondern wir selber täglich überall …. toller Blog. More Future!

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